Kollegium

8.6.2026

Handwerker- und Hausbauepoche

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Betritt man den Klassenraum unserer 3. Klasse, kündet bereits das Tafelbild mit seinen vielen Zunftzeichen von den Themen des langsam zu Ende gehenden Schuljahres.


In der Handwerkerepoche waren die Schülerinnen und Schüler unterwegs, um verschiedenste Gewerke kennenzulernen und selbst auszuprobieren. So besuchten sie unter anderem die Weberei/Textilwerkstatt der Gronenfelder Werkstätten, den Schmied Steffen der Schlosserei Böhnisch und die Töpferei von Nicola Jahn. Überall wurde nicht nur geschaut und gestaunt, sondern auch selbst gearbeitet und ausprobiert.


Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des ehemaligen Waldorfschülers und Zimmermeisters Paul Hock, der sogar einen Dachstuhl mit in die Schule brachte. Gemeinsam mit den Kindern wurde dieser mitten im Klassenraum aufgebaut – ein beeindruckendes Erlebnis, das bei vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Zum Abschluss des Schuljahres führte die Hausbauepoche die Klasse schließlich hinaus in die Natur. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Schmolke, ihrem Hortner Herrn Kusatz und Begleiterin Shanice zog die Klasse in den Stadtwald. Zwischen hohen Buchen, Farnen, Moos und Unterholz entstanden kleine Bauplätze, die sich die Kinder in Gruppen selbst aussuchten. Die Ideen waren dabei so unterschiedlich wie die entstehenden Hütten: Manche bauten in einer geschützten Erdkuhle, andere stellten aus Zweigen ein Tipi auf oder nutzten Moos aus der Umgebung für ihre Bauwerke. Innerhalb von wenigen Tagen entstanden fantasievolle und ganz individuelle Behausungen. Dabei wurde geplant, gearbeitet, verziert und organisiert, Aufgaben verteilt und Spezialisten gefunden.

Jedes Kind sollte nun zu Hause ein eigenes Haus bauen. So wurde gesägt, geklebt, geformt, gemalt und gestaltet – mit Holz, Karton, Ton, Lehm, Naturmaterialien oder anderen kreativen Ideen. Als die fertigen Häuser schließlich im Foyer versammelt standen, war die Freude groß. Ganz verschiedene Bauwerke waren entstanden und jedes einzelne Haus trägt die Handschrift seines Erbauers. In ihrer Vielfalt spiegeln sie die Individualität unserer Schülerinnen und Schüler wider – jedes so einzigartig wie das Kind selbst.

Nun setzt sich das gemeinsame Bauen auf dem Schulhof fort: Gemeinsam mit Herrn Branig unserem Hausmeister entsteht dort ein neues Pausenhäuschen, das künftig alle Klassen willkommen heißen wird.

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